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Änderungen durch die CLP-Verordnung

Gültigkeiten und Fristen

Am 20. Januar 2009 ist die CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP) in Kraft getreten. Diese Verordnung setzt das von der UNCED (Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung) als Modellregulierung entwickelte GHS („Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals“) in europäisches Recht um.

Chemische Stoffe müssen ab dem 1. Dezember 2010 und Gemische (vorher "Zubereitungen") ab dem 1. Juni 2015 entsprechend der Vorgaben der CLP-Verordnung gekennzeichnet werden. Für den Abverkauf von bereits produzierten Lagerbeständen, die gemäß der alten Stoffrichtlinie 67/548/EWG oder Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG eingestuft, gekennzeichnet und verpackt sind, gilt eine Abverkaufsfrist von jeweils 2 Jahren: Stoffe bis zum 1. Dezember 2012 und Gemische bis zum 1. Juni 2017.

Die neben der CLP-Verordnung bestehenden Richtlinien für Stoffe 67/548/EWG und Zubereitungen 1999/45/EG werden am 1. Juni 2015 gestrichen.

 
Die Neuerungen auf dem perform-Etikettzoom

Signalwörter

Im Gegensatz zur bisherigen Kennzeichnung, in der zu jedem Symbol auch ein Kennbuchstabe bzw. die Bezeichnung (z. B. Xn – gesundheitsschädlich) gehörte, werden die neuen Piktogramme ohne eine vergleichbare Bezeichnung verwendet. Allerdings wird auf dem Etikett zusätzlich zu den Gefahrenpiktogrammen ein Signalwort angegeben. Dieses richtet sich nach der Schwere der Gefahr und soll so auf den ersten Blick die potentielle Gefährdung signalisieren.

Die Signalwörter lauten:
                                                    • Achtung
                                                    • Gefahr

Das Signalwort „Gefahr“ kennzeichnet schwerwiegende Gefährdungskategorien. Das Signalwort „Achtung“ wird bei Kategorien mit weniger schwerwiegenden Gefährdungen verwendet.

Auch wenn auf dem Etikett mehrere Piktogramme abgebildet sind, wird nur das Signalwort
mit der schwerwiegenderen Gefahr angegeben.

 

Gefahrenpiktogramme

Gefahrenpiktogramme
 

Gefahrenhinweise (H-Sätze)

H-Sätze oder Gefahrenhinweise sind standardisierte Texte, die Art und gegebenenfalls den Schweregrad der Gefährdung eines Stoffes oder Gemisches beschreiben. Sie sind in dieser Funktion vergleichbar mit den früheren R-Sätzen. Der Buchstabe H steht für Gefahrenhinweis (Hazard Statement).

Beispiel: H301 Giftig bei Verschlucken.

Gefahrenhinweise unterliegen folgendem Kodierungssystem:

Grafik H-Satz

 

Sicherheitshinweise (P-Sätze)

P-Sätze oder Sicherheitshinweise beschreiben in standardisierter Form Hinweise zu den Schutzmaßnahmen im Umgang mit dem chemischen Stoff oder Gemisch. Sie sind vergleichbar mit den früheren S- Sätzen. Der Buchstabe P steht für Sicherheitshinweis (Precautionary Statement).

Beispiel: P380 Umgebung räumen.

Sicherheitshinweise unterliegen folgendem Kodierungssystem:

Grafik P-Satz


Jedem H-Satz sind gewisse P-Sätze zugeordnet. Um die Etiketten nicht zu überfrachten, sollen die Hersteller bei der Kennzeichnung die Anzahl der P-Sätze auf sechs begrenzen. Dazu sind Kombinationssätze zusammengestellt.

Beispiel: P411 + P235 Kühl und bei Temperaturen von nicht mehr als … °C aufbewahren.

 

EUH-Sätze

Die Europäische Union hat zusätzliche H-Sätze verabschiedet, um das bisherige Schutzniveau aus den derzeit noch geltenden Rechtsvorschriften beizubehalten. Diese H-Sätze werden mit EUH und ebenfalls einer dreistelligen Kennziffer angegeben. Die Nummer entspricht der ehemaligen R-Satznummer. "EUH014" ist also zum Beispiel der ehemalige R-Satz 14.

Beispiel: EUH014 Reagiert heftig mit Wasser

 

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